Es kann keine Privatssphäre ohne Sicherheit geben

Für Unternehmen ist die Verletzung der Privatssphäre ihrer Kunden ein kritischer Faktor

Verfasser: Eija Paajanen
Datum: 14. August 2015
Lesedauer: 2 Minuten

Clevere Unternehmen grenzen sich vom Wettbewerb dadurch ab, dass sie keinerlei Kundendaten für Tracking und Marketing nutzen, sondern nur noch zur Verbesserung ihrer Produkte und Services.

Es gibt einige Initiativen, die die Bedeutung von Privatssphäre in den Fokus rücken und darauf abzielen, den Endkunden die Wichtigkeit vor Augen zu führen und ihnen dabei zu helfen, das Konzept zu verstehen. Kunden sind heutzutage schnell bereit, einer Firma den Rücken zuzukehren, die mit privaten Daten unachtsam umgeht. Kunden werden im Normalfall keine Probleme damit haben, gewisse Tracking-Lösungen zu akzeptieren, wenn es dem Service dient. Sie werden jedoch schnell abwinken, wenn das Unternehmen, dem sie vertraut haben, Ziel eines Sicherheitslecks wird und ihre Daten zu Online-Kriminellen gelangen.

Privacy ist ein Thema geworden, das die breite Masse interessiert und es gibt eindeutig viele News zu Firmen, die die Privacy-Regeln gegenüber ihren Kunden gebrochen haben. Allerdings gab Sean Sullivan, Sicherheitsexperte bei F-Secure Labs in einem Artikel im Guardian zu bedenken:

Bei den meisten negativen Geschichten geht es eigentlich um das Thema Sicherheit, was dafür spricht, dass Unternehmen mehr den Fokus auf eine „angemessene Balance zu Gunsten der Kunden“ legen.

Dort, in den Grundfesten des Schutzes der Privatssphäre – zusätzlich dazu, dass Kunden mit Respekt behandelt werden sollten – ist einer der Grundpfeiler auch Sicherheit. Alle wichtigen Kundendaten, die gesammelt werden müssen, müssen immer absolut sicher verwahrt werden. Andere Unternehmen sollten niemals Zugriff auf die Kundendaten erhalten und es müssen interne Prozesse geschaffen werden, die festlegen, wie mit den Daten bestmöglich umgegangen werden kann. Laut Sean Sullivan sollten Unternehmen auch evaluieren, welche Daten sie überhaupt benötigen:

Unternehmen sollten auf jeden Fall genau drüber nachdenken  … das Sammeln von Kundendaten mag kein offizieller Bruch des Beziehungsgefüges mit dem Kunden sein, aber wenn man die Kontrolle über die Daten des Kunden durch Hacker verliert, ist es das auf jeden Fall. Was man nicht sammelt, muss man nicht unter Kontrolle halten, also sollte man sich darauf begrenzen, nur das zu sammeln, was man unbedingt braucht.

Zusätzlich zu den richtigen Sicherheitslösungen sind gute Sicherheitsprozesse und das Training des Personals wichtig. Ein in Großbritannien durchgeführtes Experiment zeigt, dass Nutzer schockierend wenig über die Gefahren von öffentlichen WiFi-Netzwerken wissen. Die Notwendigkeit für Trainingsmaßnahmen wird weiterhin verstärkt durch den Faktor, dass persönliche Daten immer mehr in den Fokus von Cybercrime-Attacken rücken. Nicht zu vergessen, dass die kommenden Regelungen der EU zum Schutz von Daten rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen, wenn Unternehmen es nicht schaffen, Kundendaten absolut sicher zu halten.


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