Mikko Hyppönen: Wie können wir unsere Zukunft sichern?

Smarte Geräte sind angreifbar!

Verfasser: Philipp Rogmann
Datum: 10. April 2015
Lesedauer: 2 Minuten

In seiner Keynote auf der diesjährigen Cebit in Hannover sprach unser CRO (Chief Research Officer) Mikko Hyppönen über die zwei Hauptprobleme, denen wir in der digitalen Welt gegenüber stehen: Sicherheit und Privatssphäre. Obwohl wir alle wissen, dass Sicherheitslücken normalerweise von Cyber-Kriminellen genutzt werden, um an Daten heranzukommen, die sie zu Geld machen können, stammen Sicherheitsprobleme im Bereich der Privatssphäre aus einer anderen Quelle.

Probleme mit dem Bruch der Privatssphäre in unserem täglichen Leben kommen meistens von Firmen, die keine Gesetze brechen, wenn sie in unsere Privatssphäre einbrechen; sie brechen total legal in unsere Privatssphäre ein. […] Es ist unglaublich, dass wir für Waren und Dienstleistungen und Produkte online nicht mit Geld sondern mit unserem Standort, unseren Kommunikationsinhalten – kurz: mit unserer Privatssphäre – bezahlen.

Nicht nur, dass wir eigentlich immer einfach auf Geschäftsbedingungen ohne sie zu lesen klicken, wir mögen das kostenlose Essen und die Dienstleistungen so sehr, dass wir nicht einmal Fragen stellen, so Hyppönen.

Das Internet der Dinge (IoT) macht aus Geräten smarte Devices und „smart bedeutet angreifbar“, so der CRO von F-Secure. Wenn Geld gemacht werden kann, wird es gemacht – egal, welche Konsequenzen das haben mag. Keine andere Fachrichtung in der IT macht so viel Geld wie die Cyber-Kriminellen. Dabei ist irrelevant, welches Gerät genutzt wird. Wenn es angreifbar ist, wird es angegriffen. Nicht Viren allein sind das Problem, auch so genannte Ransomware. Diese Art von Malware ist ein stetig größeres Problem in den letzten zwei Jahren geworden. Mikko Hyppönen zeigte in seiner Keynote, wie perfide die Cyper-Kriminellen mit der Ransomware CTB-Locker als Affiliate-Modell vorgehen. Cyber-Kriminelle entwickeln die Software nicht selbst, sondern kaufen die Tools und Programme, um Geräte als Geisel zu nehmen.

Ein weiterer wichtiger Faktor im Bereich Computersicherheit ist das Stehlen von Computer-Power, um Botnets für DDoS (Distributed Denial-of-Service) Attacken zu nutzen, oder um so genannte Cyber-Währungen zu generieren. Die Anzahl der Botnet-Attacken von mobilen Geräten anstatt Desktop-Computern steigt stetig an.

Das Internet der Dinge ist Realität und Angreifer suchen nach Möglichkeiten, um Geld zu machen. Wenn sie Geld machen können, werden sie angreifen. Also müssen wir das Problem der Sicherheit lösen, indem wir alle Geräte besser sichern; wir müssen bessere Sicherheitslösungen für alle Geräte des Internet der Dinge entwickeln.

Werden die Gefahren schlimmer, was ändert sich? Was können wir tun? Mikko Hyppönen gab ein kurzes Interview zu diesem Thema nach seiner Keynote.

Die Sache, die mir am meisten Angst in Bezug auf IoT-Security macht, ist dass Sicherheit schlicht nicht das wichtigste Element ist, das bei der Entwicklung der Internet-Geräte im Fokus steht. […] Sicherheit ist niemals das wichtigste Ziel im Design dieser Geräte.


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