Oracle: Java-Plugins werden eingestellt

Künftig wird es keine Browser-Plugins für Java mehr geben – Unternehmen sollten ihre Applikationen checken.

Verfasser: Berk Kutsal
Datum: 29. Februar 2016
Lesedauer: 2 Minuten

Der Softwarehersteller Oracle will künftig keine Java-Plugins mehr für Browser ausliefern und das Plugin-System NPAPI nicht mehr unterstützen. Stattdessen sollen Entwickler zu Techniken greifen, die ohne separate Plugins auskommen und Java-Anwendungen direkt starten können. Eine Möglichkeit ist Java Web Start, laut Oracle sollen sich auch ältere Anwendungen dafür umschreiben lassen.

Als Grund für die Umstellung gibt als Grund den hohen technischen Aufwand an, der mit der Entwicklung der Plugins einhergeht. Man würde keine Entwickler mehr auf das Thema Ansetzen, auch weil jeder Browser nur einzelne Features unterstützt. Tatsächlich haben die Browser-Anbieter die Unterstützung für NPAPI schon länger zurückgefahren: Chrome hält die Architektur aus den 90ger Jahren für veraltet und Ursache vieler Fehler und Abstürze. Mozilla will alle auf NPAPI basierenden Plugins bis Ende 2016 deaktivieren. Und in Edge, dem Nachfolger des Internet Explorer, gibt es die entsprechenden Schnittstellen gar nicht mehr.

Die Umstellung betrifft vor allem auch Firmen, die ältere oder selbst geschriebene Anwendungen auf Java-Basis nutzen. Diese sollten sich möglichst schnell mit dem Anbieter oder ihrem Entwickler auseinandersetzen, ob die bestehenden Applikationen auf die neue Architektur übertragen werden können. Oracle hat dazu einige Seite mit entsprechenden Informationen ins Web gestellt.

Die neuen Vorgaben sind ein guter Grund, die Anwendungen an sich gleich auf den neuesten Stand zu bringen um so auch eventuell vorhandene Sicherheitslücken zu schließen und die eigene Angriffsfläche zu verkleinern. Das hat einen guten Grund, denn vier von fünf Angriffe auf Unternehmen nutzen Fehler in veralteten Programmen. Übrigens gibt es auch hier etwas von F-Secure: Unser Software-Updater hat nicht nur die Windows-Updates im Blick sondern kann auch Drittprogramme auf neue Versionen abklopfen. Und da der Updater in zahlreichen unserer Programme enthalten ist, haben Sie ihn vielleicht schon im Unternehmen und wissen es nur noch nicht. Mehr Informationen finden Sie auf dieser Webseite.


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